Ausgepowert nach langer Tumortherapie. © Smarterpix
Im Kampf gegen den Krebs brauchen die Patienten oft einen langen Atem, auch die Spätfolgen der Erkrankung machen ihnen mitunter noch viele Jahre zu schaffen. So leidet ein Drittel aller Langzeitüberlebenden von Brust-, Prostata- oder Darmkrebs auch fünf bis 16 Jahre nach der Diagnose unter ausgeprägter Fatigue. Besonders oft sind unter anderem jüngere Patienten betroffen. Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen tragen wesentlich zur Fatigue bei. Das zeigte eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Die Fatigue ist nicht nur eine erhebliche Belastung im Alltag, sondern auch eine ernst zunehmende Erkrankung. Als Fatigue bezeichnen Experten ein Gefühl von körperlicher, geistiger und emotionaler Erschöpfung. Bei den Betroffenen gehen diese Symptome weit über das normale Maß hinaus. Sie führen zu einem deutlich erhöhten Risiko für eine vorzeitige Sterblichkeit. Bei Patienten mit ausgeprägter Fatigue ist das Risiko um das 2,4-Fache erhöht.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines systematischen Fatigue-Screenings im Rahmen der onkologischen Nachsorge – auch viele Jahre nach Abschluss der Behandlung. „Langzeitüberlebende brauchen langfristige Betreuungskonzepte, die psychosoziale, körperliche und medizinische Aspekte integrieren“, erklärt Experte Volker Arndt vom DKFZ.SVS/BEZ