Zu wenig Technik für Ältere

von Redaktion

Bei der Ü50-Technik gibt es viel Nachholbedarf. Dabei handelt es sich um eine kaufkräftige Zielgruppe. © Freepik

Die Technikbranche übersieht und vernachlässigt die Zielgruppe über 50 Jahren. Diesen durchaus nachvollziehbaren Vorwurf erhebt das US-Marketingmagazin „AdAge“ in einem vielbeachteten Beitrag. Allein in den USA besitzen 99 Prozent der Generation Ü50 ein vernetztes Gerät, im Schnitt sind es sogar sieben Geräte. In Deutschland geht der Trend in die gleiche Richtung.

Die ältere Zielgruppe wächst schnell in die digitale Welt hinein, die Kaufkraft ist enorm – doch die Hersteller übersehen deren Bedürfnisse immer noch viel zu oft. Laut einer Umfrage der Best-Ager-Organisation AARP fühlen sich 59 Prozent der über 50-Jährigen von der Technikbranche vernachlässigt.

Sie glauben nicht, dass Geräte mit Hinblick auf ihre Bedürfnisse entwickelt werden, auf Übersichtlichkeit, Komfort und Zuverlässigkeit.

Produkte sind demnach oft unnötig kompliziert, Anleitungen schwer verständlich, Designs auf Jüngere zugeschnitten. Das gilt für alltägliche Anwendungen wie Bluetooth-Kopfhörer oder Staubsaugroboter ebenso wie für Geräte mit Ü50-Fokus wie Smartuhren mit Blutdruckmessung.

Der Appell der Experten des Marketingmagazins an die Firmen lautet: Wer Technik verständlich, barrierearm und vertrauenswürdig gestaltet, erschließt sich einen Zukunftsmarkt. Ältere verdienen hier mehr Beachtung – nicht aus Nostalgie, sondern weil moderne Technik auch für sie gemacht sein muss.

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