Professor Martin Angele Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Onkologische Chirurgie am Klinikum Garmisch-Partenkirchen. © Foto: THOMAS SEHR
Ein Großteil der Patienten mit Pankreas-Erkrankungen kann nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse ein weitestgehend normales Leben ohne größere Einschränkungen führen. Durch schonende Operationsverfahren, darunter auch minimal-invasive Techniken, hat sich die Erholungszeit in den vergangenen Jahren deutlich verkürzt. Je nach Umfang der Operation und Vorerkrankungen kann es jedoch notwendig sein, dauerhaft Verdauungsenzyme in Form von Tabletten mit den Mahlzeiten einzunehmen oder eine neu aufgetretene beziehungsweise sich verschlechterte Zuckererkrankung zu behandeln.
Bei einem kleineren Teil der Betroffenen – insbesondere nach sehr umfangreichen Tumoroperationen – können anhaltende Durchfälle und ein ungewollter Gewichtsverlust eine Herausforderung darstellen. Trotz dieser möglichen Folgen ist die Operation für viele Patienten die einzige Möglichkeit, geheilt zu werden. Deshalb sollte die Entscheidung immer sorgfältig gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. Zudem ist der Patient gut beraten, sich bei einem ausgewiesenen Spezialisten für Bauchspeicheldrüsenoperationen vorzustellen. Denn diese Eingriffe erfordern spezielles Know-how und Erfahrung.