Am Herd: Der 34-Jährige hat schon weltweit gekocht.
Beim Probeessen: Fabian Höckenreiner und Fichter‘s-Betreiber Christian Wimmer (r.).
Der Holzkohlegrill ist das wichtigste Arbeitsgerät.
Heißt die Gäste im Fichter‘s willkommen: Fabian Höckenreiner (34). Jetzt will er Koch des Jahres werden. © Astrid Schmidhuber
Ramsau – Fabian Höckenreiner steht im Ramsauer Kulturladen, dem „Fichter‘s“. Seit diesem Jahr arbeitet er dort als Küchenchef. Sein Reich: die Küche. Die aber nicht abgeschirmt ist, sondern sich mitten im Raum befindet. Es ist ein Raum, in dem Begegnungen aller Art stattfinden sollen. Das Essen steht dabei im Vordergrund. Sogar einen Holzkohlegrill gibt es auf der Kochzeile. „Mein wichtigstes Arbeitsgerät. Ich grille so gut wie alles“, sagt der ambitionierte Küchenchef.
Seit Fabian Höckenreiner sechs Jahre alt war, stand für ihn fest: „Ich werde Koch. Ich möchte nichts anderes machen.“ Und so lernte der gebürtige Dießener den Beruf, absolvierte mehrere Stationen und ging ins Ausland. Eineinhalb Jahre lebte Fabian Höckenreiner zuletzt in Schweden, zusammen mit seiner Frau Vanessa, einer gelernten Restaurantfachfrau. „In Skandinavien hat sich mein Kochstil verändert. Die Schweden konzentrieren sich auf das Wesentliche.“
Zurück in Deutschland stand für den Koch fest, sich erneut der Herausforderung „Koch des Jahres“ zu stellen. Der Wettbewerb gilt als einer der wichtigsten in der deutschsprachigen Spitzengastronomie. Schon einmal hat der 34-Jährige daran teilgenommen, ist damals aber in der Vorrunde ausgeschieden. „Da habe ich es auf die leichte Schulter genommen.“ Jetzt laufen die Vorbereitungen akribisch. „Diesmal will ich es packen.“ Seine Motivation: „Ich will zeigen, dass nicht nur in Sterne-Häusern gut gekocht wird.“ Fabian Höckenreiner tritt mit Christian Wurmsau, Küchenchef im Restaurant „Pageou“ als Assistenten an.
Was er am 17. November beim Finale in Essen zubereiten wird, steht noch nicht fest – die Anforderungen erfahren die Teilnehmer kurzfristig. Im Fichter‘s lautet die Devise: „Ich koche, was mir Spaß macht.“ Dazu gehören auch Innereien, zu denen auch die Zunge zählt. „Mir ist wichtig, dass wir alles vom Tier verwenden.“ Höckenreiner hat keinen festen Speiseplan, was er im Fichter‘s auftischen will: „Die Produzenten aus der Gegend sagen mir, was sie gerade liefern können, und ich denke mir dazu Gerichte aus.“ Das Überraschungsmenü mit acht Gerichten kostet ab zwei Personen 59 Euro.
Das Fichter‘s
befindet sich in der Lorettostraße 11 in 84437 Reichertsheim, Telefon: (08072) 372 92 90. Geöffnet Donnerstag bis Samstag ab 17 Uhr, Sonntags: Pizza ToGo