IN KÜRZE

Pflege: Schmerzen erkennen

von Redaktion

Pflegebedürftige leiden oft unter chronischen Schmerzen. © Foto: Tom Weller/dpa

Chronische Schmerzen werden bei pflegebedürftige Menschen oft unterschätzt oder gar nicht erkannt. Die Dauer-Beschwerden können Bluthochdruck, Schlafprobleme, Stürze und kognitive Probleme verursachen oder verstärken. Weitere Folgen können Stress, Verzweiflung und Depressionen sein. Darauf weist die gemeinnützige Fachstiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin. Die Expertenorganisation gibt auch Tipps, wie man den Betroffenen helfen kann: So ist es besonders wichtig, Anzeichen wie Unruhe, Weinen, Schonhaltung oder Schwitzen zu beachten. „Angehörige sollten regelmäßig genau nach Schmerzen fragen – und gerade bei Menschen mit Demenz auf nonverbale Hinweise achten“, erklärt ZQP-Geschäftsleiterin Daniela Sulmann.

In vielen Fällen können Schmerzen von Experten gut behandelt werden. Hilfreich sind je nach Fall Medikamente, Anwendungen mit Kälte oder Wärme, Bewegung, Massagen und Techniken zur Entspannung, aber auch Ablenkung und Zuwendung sowie familiäre Unterstützung. Den Angehörigen kommt dabei oft eine zentrale Rolle zu. Ein kostenloser Pflegekurs vermittelt Pflegetechniken, um chronische Schmerzen zu lindern. Das ZQP bietet dazu auch einen Kurzratgeber, vertiefende Online-Infos sowie einem Kurzfilm an. Das Infopaket gibts kostenlos im Internet unter der Adresse www.zqp.de/thema/schmerzen/#tipps.

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