Direkt verbunden mit dem Sicherheitsdienst: So kann Hilfe schnell vor Ort sein.
Ergebnis ist eine kostenlose Sicherheits-App für iPhone und Android-Handys, die mit einem einzigen Knopfdruck Hilfe holt – schnell, unauffällig und ohne lange Erklärungen (safenow.de).
Was ist SafeNow?
Die App verbindet Hilfesuchende entweder mit Freunden und Familie oder in sogenannten SafeNow-Zonen direkt mit dem Sicherheitspersonal. Der Standort wird dabei metergenau übermittelt – selbst innerhalb von Gebäuden. Und ein durchdringender Alarmton setzt sich sogar über den aktivierten Lautlos-Modus eines Smartphones hinweg. Mittlerweile nutzen fast eine Million Menschen weltweit die App – für mehr Sicherheit im Alltag und bei Großveranstaltungen.
Wie funktioniert das?
Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten – denn in Notsituationen zählt jede Sekunde. Bei der Einrichtung der App erstellen Nutzer ihre SafeNow-Gruppe mit Familie oder Freunden. Im Ernstfall hält man den Knopf in der App gedrückt. Nach drei Sekunden ertönt bei allen Gruppenmitgliedern ein lauter Alarmton. Gleichzeitig wird der exakte Standort übermittelt. So wissen alle in der Gruppe, wer wo Hilfe benötigt. Ein verzweifelter Anruf oder das Tippen einer Nachricht wird also überflüssig. So kann Hilfe hoffentlich schnell vor Ort sein, zum Beispiel durch Einschalten der Polizei.
Woher kommt SafeNow?
Die Idee entstand aus persönlicher Erfahrung. Gründer Tilman Rumland erklärt: „Der Anstoß zu SafeNow geht auf einen konkreten Vorfall sexueller Gewalt in einem Nachtclub zurück.“ Die Betroffene hatte in diesem Fall keine Möglichkeit, schnell Hilfe zu holen. Denn dafür war es vor Ort zu laut, zu dunkel, zu unübersichtlich. Nun kümmert sich ein 16-köpfiges Team in München darum, wie sich solche Vorfälle verhindern lassen.
Was sind SafeNow-Zonen?
Das sind Bereiche mit direkter Verbindung zum Sicherheitspersonal vor Ort: Clubs, Festzelte, Bahnhöfe, Universitäten oder Fußballstadien. Betritt man so eine Zone, zeigt die App dies automatisch an. Im Notfall wird das Personal alarmiert und weiß dank präziser Technologie auf den Meter genau, wo jemand Hilfe braucht. In München ist SafeNow bereits in einigen Wiesn-Zelten oder zum Beispiel in der Diskothek Pacha im Einsatz.
Was kostet SafeNow?
Die App ist für Nutzer komplett kostenlos – ohne Werbung, Abo oder Datenverkauf. „Wir glauben, dass Sicherheit ein Grundrecht ist“, erklärt Rumland. Finanziert wird SafeNow von den Betreibern der Sicherheits-Zonen.
Was ist der neue SafeNow-Button?
Das Handy ist nicht immer griffbereit – und im Notfall bleibt manchmal nicht einmal mehr Zeit, eine App aufzurufen. Deshalb entwickelt und testet SafeNow derzeit einen kleinen weißen Knopf, der mit dem Smartphone gekoppelt ist. Er löst beispielsweise in der Hosentasche per Klick den gleichen Alarm aus wie die App. Das ist auch für ältere Menschen hilfreich, die mit dem Handy und dessen Bedienung weniger vertraut sind.
Welche Alternativen gibt es?
Neben SafeNow stehen weitere Apps parat, die im Ernstfall schnelle Hilfe bringen. Die Polizei-App Nora verbindet Nutzer direkt mit der nächstgelegenen Leitstelle – ideal auch für Menschen mit Sprach- oder Hörbehinderung. Die App WayGuard von Axa begleitet per GPS-Funktion auf dem Heimweg und schaltet bei Gefahr professionelle Helfer hinzu. Ein Notfallknopf als Schlüsselanhänger ist der „Plegium Smart Emergency Button“ für 30 Euro (is.gd/hilfe25). Dahinter steckt die Organisation HelpMe Deutschland aus Schwabach bei Nürnberg.