Bewegung hält die Knochen stark. © Smarterpix
Milch hilft beim Kalzium-Aufbau. © Mauritius Images
München – Knochenschwund – in der Fachsprache Osteoporose genannt – ist eine Volkskrankheit, die mit fortschreitendem Alter Frauen viermal häufiger trifft als Männer. Die Zahl der Betroffenen in Deutschland wird zurzeit auf 5,6 bis acht Millionen geschätzt. Tückisch: Viele ahnen längere Zeit nichts von der Erkrankung, da Osteoporose anfangs keine Schmerzen verursacht und oft erst bei einem überraschenden Knochenbruch erkannt wird.
So entsteht Osteoporose
Im menschlichen Körper herrscht ein ständiges Bau- und Abbauprogramm: Knochenzellen bauen ab und andere bauen wieder auf. Im Körper des gesunden Menschen hält sich das die Waage. Wenn jedoch mit fortschreitendem Alter bestimmte Hormone nachlassen, dazu noch Kalzium fehlt oder man sich weniger bewegt, kippt das Gleichgewicht. Der Knochen wird porös, kleine Löcher entstehen – vergleichbar mit einem Schwamm. Dann können schon kleinere Stürze oder in schwereren Fällen sogar starkes Husten zu Brüchen führen. Oft trifft es dann die Wirbelkörper oder den Oberschenkelhalsknochen.
Die Warnsignale
Häufig berichten Osteoporose-Patienten, dass sie längere Zeit unter Rückenschmerzen litten. Auch eine gekrümmte Haltung (Buckel) sowie die Schrumpfung der Körpergröße können Warnzeichen sein.
Die Diagnose
Sichere Ergebnisse bringt nur eine Knochendichtemessung (DXA). Damit kann Osteoporose früh erkannt bzw. ihr Verlauf kontrolliert werden. Dabei fahren zwei schwache Röntgenstrahlen unterschiedlicher Energie durch den Knochen. Meist werden Lendenwirbelsäule und Hüfte gemessen, manchmal auch der Unterarm. Aus der Abschwächung der Strahlen kann der Computer berechnen, wie dicht der Knochen ist. Die Patienten liegen dabei bequem. Die schmerzlose Untersuchung dauert nur wenige Minuten und die Strahlenbelastung ist sehr gering.
Therapie & Prophylaxe
Osteoporose ist nicht heilbar. Aber man kann den Knochenabbau verlangsamen, das Bruchrisiko verringern und damit Lebensqualität erhalten. Eine kalzium- und vitaminreiche Ernährung (z. B. Milchprodukte, Brokkoli, Mineralwasser) sowie viel Sonnenlicht (Vitamin-D!) ist sehr wichtig. Kalzium und Vitamin D gibt es auch in Tablettenform. Die Dosierung sowie eine evtl. unterstützende medikamentöse Therapie (wie zum Beispiel ein Hormonersatz) bestimmt der Arzt. Sehr wichtig ist auch regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Risikofaktoren wie Rauchen und Alkohol. DOP