Babys leiden unter Smartphone-Eltern

von Redaktion

Viele Eltern kennen es: Kurz auf dem Handy Nachrichten überprüfen oder ein Rezept nachschlagen, während das Baby auf dem Schoß liegt. Eine neue Studie der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg zeigt nun, dass solche alltäglichen Unterbrechungen der Interaktion selbst bei sehr kurzen Handypausen spürbare Reaktionen bei Säuglingen auslösen können.

Forscher beobachteten 67 Mütter mit ihren Babys beim Spiel. Wurde der Blick der Mutter kurz aufs Smartphone gelenkt, reagierten die Kleinen mit Protest, Weinen und einer erhöhten Herzfrequenz – klare Stressanzeichen.

Wichtig: Die Forscher wollen Smartphones nicht verteufeln oder Eltern Schuldgefühle machen. Vielmehr geht es um Bewusstsein. Babys sind auf Blickkontakt, Sprachsignale und ungeteilte Aufmerksamkeit angewiesen, um Vertrauen, soziales Verhalten und Bindung zu entwickeln. Schon kleine Ablenkungen können ihren Rhythmus stören, weil sie noch stark von der Resonanz der Bezugsperson abhängen.

Ein einfacher Vorsatz fürs neue Jahr könnte daher lauten: Handyzeiten bewusst planen, gerade in sensiblen Momenten des Alltags wie beim Füttern, Spielen oder in den ersten gemeinsamen Stunden des Tages. Kleine Pausen mit ungeteilter Zuwendung schenken dem Baby Sicherheit und tun auch den Eltern gut.JÖRG HEINRICH

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