Prof. Martin Canis Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU-Klinikum
Explodierende Feuerwerkskörper gefährden das Hörvermögen, ab etwa 120 Dezibel (dB) droht ein Knalltrauma, welches mit Hörverlust und Tinnitus einhergehen kann. In vielen Fällen erholt sich das Gehör wieder. Das hängt aber von der Lautstärke ab – und hier kommt es dann natürlich auch darauf an, in welcher Distanz der Knallkörper explodierte. Ein Böller verursacht etwa 140 bis 170 dB. Diese Lautstärke kann das Innenohr mechanisch schädigen.
Ein Knalltrauma ist eine durch ein lautes Schallereignis erfolgte, meist nur kurzfristige Hörminderung. Bleiben die Beschwerden bestehen, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden, welcher einen Hörtest macht und gegebenenfalls Kortison gibt, welches die Erholung der geschädigten Haarzellen unterstützt. Nach einem Knalltrauma kann eine Innenohrschwerhörigkeit vor allem für sehr hohe Töne zurückbleiben. Mein Tipp: Das Tragen eines Gehörschutzes verhindert schwerwiegende Schäden des Gehörs durch Silvesterfeuerwerk.