Der Alltag mit technischen Geräten ist heute ohne USB kaum mehr vorstellbar. Smartphones werden darüber aufgeladen, Drucker und Festplatten angeschlossen. Doch der Weg zum heute dominierenden USB-C war holprig. In den 1990er-Jahren glich die Rückseite eines PCs einem Irrgarten mit zahllosen unterschiedlichen Anschlüssen. Dagegen sollte 1996 der „Universal Serial Bus“ antreten, der jetzt 30 Jahre alt wurde.
Technologiegiganten wie Intel, Microsoft, Compaq und IBM veröffentlichten im Januar 1996 die ersten Spezifikationen für USB 1.0. Kurios: Das USB-Logo basiert auf Neptuns Dreizack, dessen Spitzen durch Kreis, Quadrat und Dreieck ersetzt wurden – Symbol für die Vereinheitlichung verschiedenster Geräte. USB-Erfinder Ajay Bhatt entschied sich bewusst gegen ein beidseitig steckbares Design, um Kosten zu sparen.
Erst Apple-Gründer Steve Jobs verhalf USB 1998 mit dem iMac G3 zum Durchbruch, indem er radikal auf andere, veraltete Anschlüsse verzichtete. Die Ironie: Während Apple einst USB erfolgreich machte, wurde dem Konzern 26 Jahre später das heutige USB-C per EU-Gesetz aufgezwungen. Seit Ende 2024 ist der Stecker einheitlicher Ladestandard in Europa – und beendet den Kabelsalat.JH