Technik 2026: Das bringt das neue Jahr

von Redaktion

KI und Hochleistungs-Chips werden 2026 prägen. Das kann spannend und beängstigend zugleich sein.

Smarte Fitnessgeräte können immer mehr Körperdaten auslesen. Das ist praktisch, weckt aber auch Datenschutzbedenken. © Lev Dolgachov/Freepik

2026 ist kaum da – und schon haben jede Menge Technik-Neuheiten Premiere gefeiert. Die Mega-Messe CES in Las Vegas war letzte Woche der Auftakt für ein aufregendes Jahr rund um KI, um Falt-Handys und smarte Gesundheit. Wir verraten, was 2026 auf Technik-Fans zukommt – und worauf sie sich freuen können.

■ Beängstigende Bilder-KI

Bereits seit Ende 2025 erzeugen KI-Werkzeuge wie die neuen Bilder-Softwares von ChatGPT, Google Nano Banana Pro oder das deutsche Flux.2 Fotos, die täuschend echt wirken. Gesichter – egal ob Promi oder eigene Familie – sehen jetzt aus wie fotografiert. Auch Schriften und Details gelingen perfekt. Das fasziniert – und beunruhigt: Fälschungen werden noch leichter, das Vertrauen in Fotos schwindet. Gleichzeitig nutzt sich der Wow-Effekt ab. Kaum ein solches Bild kann mehr wirklich beeindrucken. Die EU reagiert: Ab 2026 müssen KI-Fotos in vielen Fällen gekennzeichnet werden.

■ Das faltbare iPhone

Apple will im September sein erstes faltbares iPhone bringen – mit 7,8-Zoll-Innendisplay und einem Design, das an ein Buch erinnert. So wird das iPhone Fold zum Smartphone und Tablet in einem – edel, leistungsstark und sündhaft teuer. Unter 2000 Euro dürfte kaum etwas gehen, realistisch sind eher 2500 Euro. Bereits im Frühjahr soll Apple-Assistentin Siri mit der Aktualisierung auf iOS 26.4 endlich zur schlauen und nützlichen KI werden – 15 Jahre nach ihrem Start.

■ Alles-wird-teurer-Trend

2026 trifft ein wahrer Preis-Tsunami die Technikbranche: Speicherchips, die in allen Geräten stecken, werden drastisch teurer. Bereits im zweiten Halbjahr 2025 stiegen die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) um bis zu 250 Prozent. Grund: KI-Rechenzentren kaufen den Markt leer. Smartphones oder Laptops verteuern sich spürbar, teils um 15 bis 20 Prozent. Die Knappheit dürfte bis 2027 anhalten.

■ Die Überall-KI

Künstliche Intelligenz wird 2026 noch allgegenwärtiger – und das in allen Lebensbereichen. In Büros buchen KI-Agenten Termine, schreiben selbstständig Mails oder bauen Powerpoint-Präsentationen. Waschmaschinen erkennen Stoffe, Öfen riechen Gerichte und passen Garzeiten automatisch an. Smartuhren warnen dank KI-Auswertung aller Körperdaten vor Krankheiten und Gesundheitsgefahren, bevor der Nutzer überhaupt etwas davon merkt. Doch mit der Überall-KI wächst auch die Angst vor der Überflutung mit lieblos erzeugten und sinnlosen Inhalten aus Künstlicher Intelligenz, zum Beispiel auf Youtube, bei Spotify-Musik oder in Suchergebnissen.

■ Smarte Fitness

Im neuen Jahr wird das Smart Home zum Gesundheitscoach: Vernetzte Spiegel analysieren Haut und Körperzusammensetzung, smarte Betten erkennen Schlafphasen. Die Waage „Body Scan 2“ der französischen Firma Withings (500 Euro) verwandelt das Wiegen ab Mitte 2026 in einen 90-sekündigen Gesundheitscheck mit dutzenden Biomarkern. Parallel drängt KI in die Medizin – zum Beispiel mit Virtual-Reality-Anwendungen zum Abspecken oder zur Raucher-Entwöhnung. Dadurch wachsen aber auch die Sorgen vor gesundheitlichen Fehleinschätzungen und vor Datenschutzproblemen mit sehr persönlichen, sensiblen Informationen.

■ KI-Zauberei

Apples ehemaliger Designchef Sir Jonathan „Jony“ Ive, der Schöpfer von iPhone und iPad, entwickelt jetzt für OpenAI deren erste eigene Hardware. Ive und Firmengründer Sam Altman sind der Meinung, dass das Smartphone fürs KI-Zeitalter nicht mehr das optimale Gerät ist. Stattdessen soll ein kleines Kästchen, das man sich um den Hals hängt oder ans Hemd steckt, per Sprache alle Fragen beantworten und Befehle ausführen. Ziel ist ein persönlicher Assistent für alle Lebenslagen. Der Smartphone-Nachfolger erscheint entweder noch 2026 oder spätestens 2027.

■ GTA VI: Gegen die Mafia

Angeblich kommt es 2026 wirklich – wenn nichts mehr schiefgeht. 13 Jahre nach dem Vorgänger ist das Mafia-Abenteuer „Grand Theft Auto VI“ für 19. November angekündigt. Mit einem Budget von bis zu zwei Milliarden Dollar ist das Spiel teurer als alle Kino-Blockbuster. In der fiktiven Welt des an Florida angelehnten US-Bundesstaates Leonida sollen Spieler beinahe unbegrenzte Möglichkeiten haben – vom bloßen Herumfahren und Staunen im Auto bis zur großen Mafia-Karriere. Trotz zahllosen Verschiebungen und Skandalen um entlassene Mitarbeiter bleibt GTA VI das meisterwartete Spiel des Jahres 2026.

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