Arthrose im Kniegelenk. © Medpertise
Hilfe bei einer Volkskrankheit: Gegen Arthrose im Kniegelenk setzt der Münchner Orthopäde Professor Armin Keshmiri die Eigenfett-Therapie ein – in der Fachsprache Stromal Vascular Fraction (SVF) genannt. „Dabei wird meist am Bauch eine kleine Menge Fett entnommen, in einem speziellen Gerät aufbereitet und direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt – ähnlich wie bei Eigenblutbehandlungen“, erklärt Keshmiri. Bei Eigenblutbehandlungen werden heilende Bestandteile aus dem Blut des Patienten herausgelöst, darunter Wachstumsfaktoren. Diese spielen auch bei der Eigenfett-Therapie eine wichtige Rolle, allerdings sind auch noch Stammzellen in dem körpereigenen Konzentrat enthalten. Das Ziel: den Stoffwechsel anzukurbeln und damit die Heilung zu unterstützen und Entzündungen einzudämmen. „Am besten wirkt die Eigenfett-Therapie bei Patienten mit zweit- und drittgradiger Arthrose“, berichtet Keshmiri. Darüber hinaus nutzt er ein Verfahren zur Reparatur von Knorpeldefekten namens Minced Cartilage. „Damit kann man Knorpelschäden von maximal zwei mal zwei Zentimetern Größe in einem Eingriff reparieren – ohne wie früher zunächst Knorpelzellen entnehmen, im Labor nachzüchten und dann in einem zweiten Eingriff implantieren zu müssen“, erklärt Keshmiri.BEZ