Prof. Beate Kampmann Direktorin des Instituts für Internationale Gesundheit Universitätsklinikum Charité Berlin © Charité/Artur Krutsch
2024 wurden in Deutschland die meisten Keuchhustenfälle seit 2013 verzeichnet. Mit fast 122 Fällen pro 100 000 Einwohner waren Säuglinge unter einem Jahr am stärksten betroffen. Keuchhusten kann für Neugeborene tödlich sein. Schutz vor der hochansteckenden Erkrankung in den ersten Lebensmonaten bietet eine Impfung werdender Mütter gegen den Keuchhusten-Erreger, das Bakterium Bordetella pertussis. Eine Studie unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Radboud hat nun auch erstmals gezeigt, dass mütterliche Antikörper nicht nur im Blut, sondern auch in der Nasenschleimhaut von Neugeborenen zu finden sind.
Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, wenn die Neugeborenen selbst geimpft sind und eigenen Schutz genießen, sollten sich werdende Mütter im letzten Drittel der Schwangerschaft impfen lassen. Trotz Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) machen dies leider nur rund 50 Prozent der Schwangeren.