Mit Hörgerät und Brille Demenz vorbeugen

von Redaktion

Dr. Anne Pfitzer-Bilsing Leiterin der Abteilung Wissenschaft Alzheimer Forschung Initiative © S. Weniger

Ja, unbehandelte Hör- und Sehschwächen können das Demenzrisiko erhöhen. Denn Menschen mit Hör- und Sehproblemen können weniger Reize und Informationen verarbeiten. Oft ziehen sie sich zurück, weil sie Gesprächen schlechter folgen können. Wer soziale Kontakte meidet, fordert sein Gehirn nicht ausreichend. Bei Schwerhörigkeit werden außerdem Hintergrundgeräusche nicht mehr wahrgenommen, die das Gehirn auch aktiv halten.

Die Folge: Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab und das Risiko für Demenzerkrankungen wie Alzheimer steigt. Deshalb ist es wichtig, sich früh zu kümmern. Lebt man zu lange mit einer Schwerhörigkeit, gewöhnt sich das Ohr daran. Wird dann mit einem Hörgerät korrigiert, erscheinen Geräusche unangenehm laut und das Hörgerät landet in der Schublade. Das ist nicht hilfreich!

Auch eine Brille oder die Behandlung von Augenkrankheiten können dazu beitragen, die Sehkraft länger zu erhalten. Wer gut hört und sieht, kann weiterhin aktiv am Leben teilnehmen. Das Gehirn wird gefordert und bleibt wesentlich leistungsfähiger.

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