Die Zahl der Koma-Sauf-Fälle nimmt ab. © Jens Büttner/dpa
Hannover – Das Koma-Saufen hat bei Jugendlichen einer Studie zufolge deutlich abgenommen. Laut Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) wurden 2024 rund 6550 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren wegen akuter Alkoholvergiftung klinisch behandelt. Der Rückgang beträgt gut 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 62,5 Prozent im Fünfjahresvergleich. Damit sanken die Fälle von stationär behandeltem Alkoholkonsum bei Jugendlichen auf den niedrigsten Stand seit Beginn der KKH-Erhebung 2006 (Höchstwert: 2012 mit 20 530 Fällen). Dies bedeute aber nicht, dass Jugendliche weniger Alkohol tränken, betonte KKH-Psychologin Franziska Klemm. Oft seien Scham und Sorge vor den Konsequenzen zu groß, um einen Sanka zu rufen. Die Dunkelziffer jugendlicher Rauschtrinker dürfte nach wie vor hoch sein. Starken Einfluss auf das Konsumverhalten haben Soziale Medien mit Videos, bei denen der Konsum von Alkohol im Vordergrund steht.