Oxford – Viele Medikamente, wenig weitergehende Behandlung: Vor allem bei Frauen stieg die Verschreibungshäufigkeit von Medikamenten gegen ADHS, wie die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung genannt wird, in den Jahren von 2010 bis 2023 stark an. Dies ergibt laut Ärztezeitung eine im Fachmagazin „The Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlichte Studie. Doch befanden sich ein Jahr nach Beginn der medikamentösen Therapie in Deutschland nur 14,9 % aller Patientinnen und Patienten weiterhin in Behandlung. Dies sei besorgniserregend, wird Marcel Romanos, Psychiater an der Uniklinik Würzburg, zitiert.