Das Rauchen von Vapes und E-Zigaretten ist ebenso gesundheitsschädlich wie das von Zigaretten. © M. Murat/dpa
Heidelberg – Fast 40 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit gehen auf vermeidbare Ursachen zurück. Laut einer Analyse globaler Daten waren Rauchen, Alkoholkonsum und Infektionen 2022 die häufigsten Ursachen. Bei Frauen sind global etwa 30 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar, bei Männern sogar gut 45 Prozent, berichtet Forscherin Isabelle Soerjomataram von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Fachmagazin „Nature Medicine“.
Neu aufgenommen wurden Infektionen als Krebsursache. Am bekanntesten sind hier Gebärmutterhalskrebs, der durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird, und Magenkrebs, häufig verursacht durch das Bakterium Helicobacter pylori.
In Deutschland gehen bei Frauen 30 Prozent und bei Männern gut 39 Prozent der Krebsneuerkrankungen auf vermeidbare Faktoren zurück. Allein auf Rauchen sind hierzulande bei Frauen mehr als zwölf Prozent, bei Männern sogar mehr als 23 Prozent der Krebsneuerkrankungen zurückzuführen. Weitere wichtige Ursachen sind Alkoholkonsum (Frauen 3,3 Prozent; Männer 4,9 Prozent), ein hoher Körper-Masse-Index (Frauen 6,4 Prozent; Männer 3,5 Prozent), UV-Strahlung (Frauen 3,2 Prozent; Männer 3,7 Prozent) und Infektionen (Frauen 5,6 Prozent; Männer 4,2 Prozent).
Gelingt es nicht, die vermeidbaren Ursachen zu bekämpfen, deuten weltweite Daten darauf hin, dass die Krebsneuerkrankungen bis 2040 um 50 Prozent steigen könnten“, warnt Studienleiterin Soerjomataram.