Ernährungsberatung bei Krebstherapie

von Redaktion

Prof. Volker Heinemann Hämatologe und Onkologe, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft © Marcus Schlaf

Nach einer Krebsdiagnose können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Geschmacksveränderungen oder Schluckbeschwerden zum Alltag werden. Betroffene sollten dem Körper beim Essen nur das geben, was er jetzt braucht. Denn eine passende Ernährung kann helfen, Kräfte zu bewahren, Therapien besser zu verkraften und ein Stück Lebensqualität zu erhalten. Viele Menschen mit Krebs verlieren im Verlauf ihrer Erkrankung ungewollt an Gewicht. Sie sollten es aber schaffen, ihr Gewicht zu halten, weil der Körper während einer Krebstherapie auf Hochtouren arbeitet. Fachgesellschaften empfehlen eine erhöhte Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, um dem Abbau von Muskelmasse entgegenzuwirken sowie das Immunsystem und die Regeneration zu unterstützen. Eine frühzeitige Ernährungsberatung kann helfen. Trotz vieler Mythen gibt es allerdings keine spezielle „Krebsdiät“. Entscheidend ist, dass Betroffene essen, was sie gut vertragen und ihnen schmeckt.

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