Psychiater rät: Empathiefähigkeit bereits bei Babys fördern

von Redaktion

Weinheim – Auf Veränderungen im Gesichtsausdruck eines Babys zu reagieren, kann nach Erkenntnis eines Psychiaters die Empathiefähigkeit stärken. „Die Fähigkeit, über den Körper mit anderen in Kontakt zu kommen, ist im Menschen angelegt“, sagte Thomas Fuchs der Zeitschrift „Psychologie Heute“. Säuglinge täten dies von Anfang an: „Sie imitieren andere, sie drücken all ihre Gefühle aus“. Wenn die Bezugsperson darauf eingehe, ein Baby etwa beruhige oder es zum Mitfreuen anrege, vermittle das die Fähigkeit, eigene Gefühle zu regulieren. „Nur wenn man in der Lage ist, sich selbst gut zu regulieren, also im Gleichgewicht zu bleiben, ist man auch fähig, empathisch zu sein.“

Wenn diese Synchronisation im ersten Lebensjahr nicht funktioniere, könne dies die Entwicklung einer stabilen Bindung erschweren, mahnte der Experte. Zu einer erweiterten Form von Empathie seien Kinder ab etwa viereinhalb Jahren in der Lage: nämlich zur Fähigkeit, die Perspektive anderer einzunehmen.KNA

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