Winter schlägt aufs Gemüt

von Redaktion

Der Winter schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. © dpa

Berlin – Ende Februar heißt‘s für viele: Es reicht mit dem Winter! Manche liegen mit Erkältung flach, aber auch Gesunde fühlen sich ausgelaugt. Woher kommt der Winterblues? „Nach einigen Monaten mit wenig Tageslicht sind unsere Reserven oft erschöpft“, sagt Dietmar Winkler von der Wiener Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Der Berliner Schlafforscher Dieter Kunz betont: „Der Mensch legt eine Art Mini-Winterschlaf ein. Im Herbst gehen wir in einen Energiesparmodus.“ Der Winterblues zeige sich oft erst gegen Ende des Winters. Studien hätten gezeigt, dass der Gehirnumsatz des Glückshormons Serotonin im Laufe des Winters um etwa 20 bis 30 Prozent sinke. Und da die meisten Wecker im Sommer wie im Winter zur gleichen Zeit klingelten, schliefen viele eine Stunde zu wenig. Kunz: „Das ist nicht gesund.“ Man sei weniger leistungsfähig und fühle sich nicht wohl.

Neben dem typischen, vielfach bekannten Winterblues gibt es auch schwerere Formen, die als klinisch relevante Depressionen eingestuft werden. Die Forschung spricht dabei von „Seasonal Affective Disorder“ (SAD), also jahreszeitlich bedingten Depressionen.

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