Morbus Crohn: Essen nach Zeit

von Redaktion

Die Zeit fürs Essen wurde begrenzt. © smarterpix

Kelowna – Die zeitlich begrenzte Ernährung, engl. Time-Restricted Feeding (TRF), kann die Krankheitsaktivität von Morbus Crohn bei Menschen mit Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) verringern. Das zeigt eine neue Studie der University of British Columbia im kanadischen Kelowna.

Ein Teil der Teilnehmer fastete für die Studie wöchentlich an sechs Tagen für 16 Stunden pro Tag und beschränkte seine Nahrungsaufnahme auf die restlichen acht Stunden. Das Ergebnis: Der Body-Mass-Index sank signifikant und das viszerale Fettgewebe (das tief im Bauchraum liegende Fett) reduzierte sich. Außerdem verbesserte sich die klinische Krankheitsaktivität, die Stuhlfrequenz verringerte sich, Beschwerden im Bauchraum wurden um 50 Prozent reduziert.

In der TRF-Gruppe kam es zudem zum Absinken der Konzentration bestimmter Signalmolekülewie dem Sättigungshormon Leptin, einem Marker von Adipositas und Entzündungen. Bei Studienteilnehmern, die nicht gefastet hatten, beobachteten die Forschenden keine solchen Verbesserungen. Da es sich um eine Pilotstudie handelte, müsse man nun noch größere Beobachtungsstudien durchführen.