Zu viel Sport kann die Gesundheit gefährden. © dpa
Altdorf – Sportliche Aktivität ist grundsätzlich etwas Gutes. Wenn sich dabei aber bei Frauen die Periode nicht einstellt, kann das ein Warnsignal des Körpers sein. Bleibt bei zuvor regelmäßigen Zyklen nach drei Monaten, bei unregelmäßigen Zyklen nach sechs Monaten, die Blutung aus, kann das daran liegen, dass der Energieverbrauch dauerhaft höher ist als die Energieaufnahme.
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Altdorf appelliert, das sportbedingte Ausbleiben der Periode nicht zu verharmlosen. Denn das Alarmsignal gilt auch für ambitionierte Freizeitsportlerinnen. Der Körper hat dann an Funktionen gespart, die er nicht als lebensnotwendig einstuft, dazu gehört auch der Zyklus. In der Folge reifen Eizellen nicht mehr heran, die Periode bleibt aus. Damit sinkt auch der Östrogenspiegel. Das Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose wird höher, denn dieses Hormon spielt eine zentrale Rolle für den Knochenstoffwechsel. Ein Östrogenmangel kann auch Herz-Kreislauf-Beschwerden erhöhen, sich negativ auf den Schlaf auswirken und zu Konzentrationsproblemen führen.
Bleibt die Periode länger als drei Monate aus, sollten Frauen zum Arzt. Sie müssen genug Kalorien zu sich nehmen, um das Energiedefizit auszugleichen. Es sei ratsam, die Intensität des Trainings zu überdenken.