Das EMTT funktioniert mit hochenergetischen Impulsen – hier sichtbar gemacht mit Metallklammern. © Sigi Jantz
Prof. Peter Diehl mit seinem Patienten Boris Witte: Nach neun Behandlungen mit dem schwenkbaren Magnetfeld EMTT waren die Schmerzen nahezu verschwunden, und das Knochenödem im Hüftkopf hatte sich zurückgebildet. © SIGI JANTZ
München – Als selbstständiger Unternehmer und Chef der gleichnamigen Fahrschulen in Harlaching und Grünwald gestand sich Boris Witte Krankheiten abgesehen von den üblichen Erkältungen einfach nicht zu: „Mein letzter Arztbesuch war irgendwann in der Kindheit. Ich bin sportlich und aktiv. Ärzte waren mir unheimlich, und ich mag auch keine Spritzen.“ Bis im Februar 2024 dann diese Schmerzen in der linken Leiste einsetzten. Auch als die Schmerzen schlimmer wurden, kam in seiner Problemlösung der Arztbesuch noch nicht vor. „Ich dachte, ich hätte ein bisschen zu viel herumgesessen.“ Also erhöhte er sein Jogging-Pensum. Im Nachhinein keine gute Idee, wie sich bald erweisen sollte. „Die Schmerzen wurden schlimmer. Da habe ich im Netz recherchiert und bin auf Prof. Peter Diehl im Orthopädiezentrum München Ost in Haar gestoßen.“ In den Osterferien 2024 gab er seinen inneren Widerstand auf: „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon Schmerzen beim Gehen und lief wie ein sehr alter Mann. Die Arzthelferin war wirklich lieb und hat mir ganz vorsichtig Blut abgenommen. Das hat mich sehr beruhigt.“
■ Schockdiagnose Knochenmarködem
Alles andere als beruhigend fiel dann die Diagnose aus. Ein Knochenödem wird nur im Rahmen einer Magnetresonanztomografie (MRT) sichtbar. Und in diesem Fall war das Ergebnis eindeutig. Prof. Diehl: „Ein Ermüdungsbruch im Hüftgelenksknochen. Kein tiefer Bruch, sondern eher ein Riss.“ Auf den Bildern zeigten sich jedoch bereits ausgedehnte weiße Flächen.
„Ein klarer Hinweis auf Flüssigkeit im Knochenmark, die Schwellungen, Entzündungen und starke Schmerzen auslöst. Oft ausgelöst durch Überlastung, Prellungen oder wie in Boris Wittes Fall durch den Überlastungsbruch“, erklärt der Spezialist. Ab sofort galt für Boris Witte Ruhe. Und ein absolutes Sportverbot: „Das fiel mir sehr schwer.“ Er nutzte die Zwangspause und verbrachte die nächsten vier Wochen mit Freunden am Gardasee im Wohnmobil.
Zurück in München kam der Fahrschullehrer mehrmals wöchentlich zur EMTT-Behandlung ins Orthopädiezentrum (OZMO). EMTT steht für Extrakorporale Magnetotransduktions-Therapie – eine hochenergetische Fortentwicklung der etablierten Magnetfeldtherapie, die in vielen Fällen auch Arthrose-Patienten von Entzündungsschmerzen befreien, einen Gelenkersatz herauszögern und manchmal sogar verhindern kann.
■ Medizin-Hightech bei EMTT-Therapie
In der Rundung am Ende des weißen Schwenkarms, der direkt über dem schmerzenden Knochen oder Gelenk platziert wird, verbirgt sich ein Hightech-Magnetfeld, dessen Impulsintensität die des Erdmagnetfelds um das Tausendfache übertrifft: „Sie dringt auf einer Fläche von 30 Zentimetern bis zu 15 Zentimeter tief ins Gewebe ein“, so Prof. Diehl. „Die Impulse wirken so direkt auf den Stoffwechsel der beschädigten Zellen. Das kann die Heilung von Knochenbrüchen und Knochenödemen beschleunigen“, berichtet der Experte aus den Erfahrungen seines Praxisalltags. Insbesondere bei der Behandlung von Ermüdungsbrüchen sieht er bei der EMTT-Therapie oft gute Heilungserfolge und rasche Schmerzlinderung bei vielen Patienten.
Zu diesen Glücklichen zählt auch Boris Witte, der zusätzlich auch Physiotherapie und Massagen erhielt. Die ersten positiven Effekte setzten bei ihm bereits nach zwei Wochen ein. Nach neun EMTT-Behandlungen waren die Schmerzen innerhalb von vier Wochen verschwunden. Das Kontroll-MRT bestätigte den Behandlungserfolg: Die weißen Flecken und Ränder entlang des Hüftkopfes waren so gut wie verschwunden. Den Auslöser des Knochenrisses kennt Boris Witte nicht. Er leidet auch nicht unter Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel: „Wir nehmen an, dass ich es mit dem Joggen einfach total übertrieben habe.“
■ Radeln mit E-Bike ist besser als Jogging
Sein Sportprogramm hat der Fahrlehrer darum deutlich umgestellt: „Ich fahre jetzt viel mehr E-Bike.“ Manchmal zwickt oder sticht es noch kurz in der Leiste. Kein Grund zur Sorge, meint Prof. Diehl: „Das liegt am Narbengewebe. Manche Patienten spüren das auch bei Wetterwechseln.“ Boris Witte weiß jetzt, dass er sich gerade noch rechtzeitig in Behandlung begeben hat. Und er ist heilfroh, ohne ernsthafte Komplikationen (siehe unten) davongekommen zu sein. Sein Vorsatz: „Ich werde nie wieder den Fehler machen, Schmerzen einfach zu ignorieren.“