Wenn Männer oft zur Toilette müssen

von Redaktion

Hilfe nach Vergrößerung oder Entfernung der Prostata: Infos von LMU-Urologen

München – Wenn Männer nachts immer wieder zur Toilette müssen, leidet nicht nur der Schlaf – auch die Lebensqualität sinkt. „Besonders bei Männern ist häufiger nächtlicher Harndrang ein Zeichen für eine gutartige Prostatavergrößerung“, erklärt Dr. Patrick Keller, Oberarzt an der Urologischen Klinik der LMU München. Mit zunehmendem Alter wächst die Prostata und kann die Harnröhre einengen. „Die Folge: Die Blase wird gereizt, Betroffene müssen häufiger zur Toilette, gleichzeitig fällt das Wasserlassen schwerer.“ Oft bleibt nach dem Toilettengang Restharn in der Blase zurück. Dadurch entsteht schnell erneut das Gefühl, dringend Wasser lassen zu müssen. Wird die Einengung stärker, kann sich der Urin bis in die Nieren zurückstauen. Doch es gibt Hilfe: Medikamente können die Prostata entspannen und den Urinfluss verbessern. Reichen sie nicht aus, stehen schonende Verfahren zur Verfügung, etwa die Wasserdampfablation oder die sogenannte Prostata-Arterien-Embolisation, bei der die Drüse gezielt verkleinert wird. Ein weiteres Thema betrifft Männer nach einer Prostataoperation, etwa wegen Prostatakrebs: Einige Patienten leiden danach unter Belastungsinkontinenz, etwa beim Husten oder Niesen. Auch hierfür gibt es heute moderne Behandlungsmöglichkeiten. Welche das jeweils sind, erklären Experten des LMU Klinikums bei einer kostenlosen Info-Veranstaltung am Mittwoch, 25. März, um 17 Uhr im Hörsaaltrakt des LMU Klinikums in Großhadern. Thema sind die gutartige Prostatavergrößerung und männliche Harninkontinenz – von der Diagnostik bis zur Therapie. Neben spannenden Vorträgen gibt es auch Gelegenheit für und kostenlose Getränke.S. HÖPPNER

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