KI endlich sinnvoll nutzen

von Redaktion

Drei Jahre nach dem großen Durchbruch von Künstlicher Intelligenz mit ChatGPT herrscht eine digitale Kluft: Während laut aktuellen Studien rund 60 Prozent der unter 30-Jährigen KI bereits nutzen, zögern viele Ältere. Renommierte Experten raten nun im britischen „Guardian“ dazu, die Technologie nicht als „Wissensmaschine“, sondern als strategisches Werkzeug im Alltag zu verankern.

Catherine Goetze, KI-Ausbilderin, empfiehlt, die Software als „Nachdenk-Partner“ zu nutzen. Statt von ihr fertige Texte zu erwarten, sollte man sie einsetzen, um Aufgaben in machbare Schritte zu zerlegen. Ihr wichtigster Praxistipp ist der „Reverse-Prompt“: Wenn man bei einer Aufgabe feststeckt, bittet man die KI, einem selbst fünf Fragen zu stellen, um die Blockade zu lösen. „Die Magie entsteht erst durch das Hin und Her“, so Goetze. Man solle die KI ruhig „einfach mal drauflosplappern“ lassen, um neue Perspektiven zu gewinnen.

Ihr Kollege Timothy B. Lee rät dazu, die KI wie Wikipedia zu behandeln: „Wir wissen, dass sie fehlbar ist – aber wir wissen auch, wie man Zitate überprüft.“ Er empfiehlt die Forschungs-Funktionen („Deep Research“) von Plattformen wie Claude oder Perplexity. Diese scannen Dokumente und liefern Berichte mit Primärquellen. So ist das Ergebnis wesentlich weniger anfällig für die typischen KI-Halluzinationen.

Expertin Ella Hafermalz nutzt KI, um die Hemmschwelle bei komplexen Hobbys zu senken. Die KI baue Barrieren wie Angst oder Zeitmangel ab. Für die Arbeit mit sensiblen Daten empfiehlt sie Googles NotebookLM: Dieses Werkzeug greift ausschließlich auf die vom Nutzer hochgeladenen Dokumente zu.

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