Tuberkulosepatient: Das Röntgenbild gibt Aufschluss und zeigt typischerweise entzündliche Veränderungen. © dpa
Kopenhagen – Jede fünfte Tuberkulose-Erkrankung in Europa bleibt nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation unerkannt oder wird nicht gemeldet. 2024 wurden knapp 162.000 Fälle gemeldet. Tatsächlich sei von etwa 204.000 Erkrankungen auszugehen. Zudem träten Rifampicin-resistente Tuberkulose-Bakterien in Europa in 23 Prozent der Fälle auf – wesentlich öfter als im weltweiten Durchschnitt (3,2 Prozent). Das Antibiotikum Rifampicin ist ein Standardwirkstoff gegen Tuberkulose. 2025 gab es in Deutschland 4070 Meldungen neu diagnostizierter Tuberkulose-Erkrankungen. In 237 Fällen waren Kinder unter 15 Jahren betroffen. Tuberkulose wird unter anderem über die Luft übertragen.