Ronja Fleckenstein erkrankte früh an Darmkrebs. © privat
Trudering – Es war mitten in ihrem Studium, als Ronja Fleckenstein aus Trudering immer wieder unter heftigen Bauchschmerzen litt. „Meine Hausärztin fand zunächst nichts im Ultraschall und führte die Schmerzen auf Stress zurück“, erzählt die heute 27-Jährige. Sie schloss das Studium ab – die Schmerzen aber blieben, wurden stärker. Diesmal sagte die Hausärztin beim Ultraschall: „Da stimmt etwas nicht“ und schickte Ronja in die Notaufnahme des TUM-Klinikums.
Ihre Bauchschmerzen fühlten sich an „wie Steine, die durch meinen Bauch kullern“, erzählte sie in der Notaufnahme. Für eine Untersuchung mit dem Computertomografen (CT) trank sie Kontrastmittel. Nach Stunden des Bangens kam um 19 Uhr dann eine Ärztin. „Sie sagte, man habe einen bösartigen Tumor im Bauchraum festgestellt, und ich fühlte mich, als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählt die Münchnerin. „Man gab mir die Befunde in die Hand“, erinnert sie sich. „Meine Augen füllten sich mit Tränen, das Wort Kolonkarzinom konnte ich nur schwer entziffern.“
Eine Operation und eine Chemotherapie retten sie, inzwischen können keine Krebszellen mehr nachgewiesen werden. Ronja wird engmaschig überwacht. Ihr Appell: „Nehmt es ernst, wenn ihr Schmerzen habt, und lasst euch nicht abspeisen.“ Ronja spricht öffentlich über ihre Geschichte auf Instagram unter @ronjarises, um für Vorsorge und Früherkennung zu sensibilisieren und andere Betroffene zu einem positiven Umgang mit ihrer Erkrankung zu inspirieren.
Ronja Fleckenstein ist nominiert für den Ehrenfelix der Felix Burda Stiftung, die sich für Aufklärung und Prävention von Darmkrebs engagiert. Das Publikumsvoting läuft noch bis 13. April unter www.felix-burda-stiftung.de/felix-burda-award/ehrenfelix/publikumsvoting.SUSANNE SASSE