Geboren, um zu sterben: ein geretteter Welpe. © Joyn
Hundeleid verhindert: Nathan Goldblat (re.) mit Tierschützerinnen in Rumänien. © Goldblat/Joyn
Unterföhring – In Rumänien wird seit 2013 grausame Jagd auf Straßenhunde gemacht, die in Tötungsstationen elendig gehalten und umgebracht werden, wenn sich kein Besitzer meldet. Für jeden toten Hund kassieren die Betreiber zwischen 200 und 400 Euro – ein gigantisches Geschäft! Laut Peta-Schätzung wurden seit Beginn der 2000er mehr als 1,1 Millionen Hunde getötet. Tierschützer Nathan Goldblat will diese Praxis der Hundetötung beenden. In Rumänien deckt er das mafiöse System hinter den Tötungsstationen auf.
Während der Dreharbeiten für die ProSieben- und Joyn-Dokumentation „Die Hunde-Mafia“ (15. April, 20.15 Uhr) mit Nathan Goldblat wurden erschütternde Beweise an die Behörden übergeben. Eine Einrichtung wurde daraufhin geschlossen, weitere Stationen, darunter auch die größte private Tötungsstation, wurden von der Polizei durchsucht. In einem Shelter warteten 800 Hunde auf den Tod. Nathan Goldblat: „Das alles ist eine Kettenreaktion nach der Schließung der privatisierten Tötungsstation im Februar, die geschlossen wurde aufgrund unserer Recherchen und unserer Anzeige, die wir mit der Tierärztin Emma Stratulat im Rahmen der Doku eingereicht haben.“ Peta-Funktionärin Jana Hoger freute sich ebenfalls über den Erfolg: „Der heutige Tag war absolut historisch und bringt eine so große Veränderung für die Hunde in Rumänien.“