Viele Kraniche sind im Winter gestorben. © Patrick Pleul/dpa
Berlin – Mit dem Frühling sind viele Vögel zurück in Deutschland oder erholen sich von dem teils heftigen Winter. „Sie haben den Winter gut gemeistert, wenn man bedenkt, dass er doch recht harsch war“, sagte Martin Rümmler, Vogelschutzexperte beim Naturschutzbund (Nabu). Aufgrund von zugefrorenen Gewässern hatten Wasservögel wie Enten und Schwäne Probleme, offene Wasserstellen zu finden. Auch fischfressende Vögel wie Eisvogel oder Kormoran stellte das vor Schwierigkeiten. Inzwischen sind viele Vögel, die in wärmeren Gefilden überwintert haben, zurück in Deutschland. Aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara kommen derzeit die Rauchschwalben nach Deutschland, bald folgen die Mehlschwalben. Bis spätestens im Mai seien dann alle Brutvögel wieder da.
Eine Bedrohung für die Vogelwelt war in den vergangenen Monaten auch die Vogelgrippe. Am stärksten unter der Krankheit litten vergangenen Herbst die Kraniche, wie Rümmler sagte. Aufgrund eingesammelter Opfer gehe man davon aus, dass rund ein Zehntel der 400.000 Kraniche, die im Herbst über Deutschland zogen, an der Krankheit gestorben seien.