Herz-Vorsorge in den Wechseljahren

von Redaktion

Prof. Christiane Tiefenbacher Kardiologin Deutsche Herzstiftung © Foto: Deutsche Herzstiftung

Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren verlangen viel Aufmerksamkeit für das Herz. Es verdoppelt sich die Gefahr, Bluthochdruck zu entwickeln, weil der Östrogenspiegel im Blut sinkt. Das weibliche Geschlechtshormon wirkt blutdrucksenkend. Gleichzeitig steigt der Spiegel des Hormons Testosteron. Das führt dazu, dass Frauen verstärkt in der Bauchregion Fett einlagern. Das produziert selbst Hormone, die den Appetit anregen – die Frauen nehmen zu. Auch lassen diese Hormone den Blutdruck steigen. Bei vielen Frauen in und nach den Wechseljahren kommen neben Übergewicht auch Ängste und Schlafstörungen als weitere Risiken dafür hinzu, Bluthochdruck zu entwickeln, den man genauso wenig wie zu hohes LDL-Cholesterin spürt. Daher sollten Frauen ab 35 Jahren (bei familiärer Vorbelastung früher) zur Vorsorge gehen, um Blutdruck, -zucker, -fette und das Körpergewicht zu kontrollieren. So lassen sich Risikokrankheiten für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche aufdecken.

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