Die KI kann jetzt auch Musik. Das schaffen Programme wie das amerikanische Suno. © Freepik
Millionen von Musikfans haben ein neues Hobby: Sie schreiben und produzieren Songs, die oft besser klingen als das meiste, das heutzutage im Radio läuft. Dafür sorgt die KI Suno, ein ebenso faszinierendes wie umstrittenes Spielzeug. Wir verraten nach einem Test, wie das funktioniert.
Was ist Suno?
Die Software aus den USA erstellt komplette Songs mit Gesang, Instrumenten und Texten in Studioqualität. Nutzerinnen und Nutzer geben eine Beschreibung (Prompt) ein und erhalten ihr Musikstück. Man kann sogar mit seiner eigenen Stimme „singen“. Die Bedienung läuft über die Website suno.com oder über die Suno-App für iOS und Android.
Was kann Suno?
Je exakter die Beschreibung, desto besser wird das Ergebnis. Je nach Detailtiefe können die Prompts enorm lang werden, doch der Aufwand lohnt sich. Besonders viel Spaß macht es, sich selbst Texte auszudenken, die dann von den Stimmen exakt umgesetzt werden.
Wie klingen die Songs?
Ebenso exzellent wie erschreckend echt. Egal ob Beatles („News read me“), Taylor Swift („Shakespeare’s Answer“), James Bond („Licence to love me wrong“) oder Münchner Lokalkolorit („Skandal im Surfbezirk“) – die Ergebnisse sind Radio-reif. Wer reinhören will: Unter is.gd/heinrichhits lassen sich einige der KI-Songs kostenlos herunterladen.
Was kostet Suno?
Mit einem Gratis-Konto kann man rund zehn Stücke am Tag erstellen. Für 10 Euro gibt es ein Paket mit 500 Titeln im Monat.
Ist das legal?
Rechtlich ist Suno legal. Aber wenn man musikalisch nicht ganz eigene Wege geht, merkt man den Liedern natürlich an, von welchen Künstlern sie inspiriert sind. Welchen Wert echte und handgemachte Musik im Zeitalter der KI noch hat, ist die große Frage.