Aspirin hilft nach der OP gegen Thrombose

von Redaktion

Prof. Rüdiger von Eisenhart-Rothe Direktor Klinik für Orthopädie © TUM Klinikum Rechts der Isar

Nach größeren Implantationen von Hüfte und Knie besteht tatsächlich ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den tiefen Venen des Beckens oder der Beine, man spricht von venösen Thromboembolien. Die gefährlichste Folge ist die Lungenembolie. Dabei löst sich ein Teil des Gerinnsels und verlegt ein Blutgefäß in der Lunge. Um dies zu verhindern, erhalten Patienten jedoch rund um den Eingriff eine medikamentöse Thromboseprophylaxe. Bislang kamen dafür beispielsweise Heparinspritzen oder sogenannte direkte orale Antikoagulanzien zum Einsatz. Letztere sind jedoch insbesondere bei Begleiterkrankungen oder bei ungeplanten Folgeoperationen schwieriger zu steuern. Mittlerweile erweitert Aspirin (ASS) das Spektrum der Vorbeugung um eine sehr einfache, in anderen Ländern schon seit Jahrzehnten etablierte und kostengünstige Option, die die Patienten selbstständig umsetzen können. Empfohlen wird die ASS-Prophylaxe allerdings nur für Personen, die kein erhöhtes Thromboserisiko haben.

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