Der Swift-Filter

von Redaktion

Der Siegeszug der Musik-KI scheint unaufhaltsam. Dienste wie Suno ermöglichen es mittlerweile jedem, per Knopfdruck Songs zu „basteln“, die verblüffend echt nach Weltstars wie Taylor Swift oder Lady Gaga klingen. Doch während Fans mit der Technik experimentieren, rüstet die Musikindustrie rechtlich auf. Swift, die ihre öffentliche Wahrnehmung seit jeher akribisch kontrolliert, setzt nun zu einem bemerkenswerten Gegenschlag gegen ihre digitale Duplizierung an.

Dazu hat Swifts Unternehmen TAS Rights Management drei Anmeldungen beim US-Patentamt eingereicht. Ziel ist es, ihre Stimme und ihr Aussehen rechtlich gegen KI-Inhalte abzusichern. In der Vergangenheit wurde Swift bereits Opfer von KI-Missbrauch, etwa durch pornografische Deepfakes auf Elon Musks Plattform X oder falsche Trump-Werbung.

Ob die Strategie vor Gericht besteht, ist fast zweitrangig. Denn primär dient sie als Abschreckung für KI-Firmen – die aus Angst vor Rechtsstreitigkeiten freiwillig „Swift-Filter“ in ihre Software einbauen sollen.

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