Prof. Dr. Daniela Branzan Direktorin Klinik für Gefäßchirurgie TUM Klinikum Rechts der Isar © Foto: Bianca Classe, TUM Klinikum
Mit Schaufensterkrankheit ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) gemeint. Schmerzen in Wade oder Oberschenkel beim Gehen, die beim Stehen rasch nachlassen, sind typisch dafür. Sie werden von verengten Beinarterien ausgelöst: Beim Gehen kommt zu wenig Blut in den Beinen an und damit zu wenig Sauerstoff zu den Muskeln. Fortschreitende Durchblutungsstörungen führen dann oft schon bei kleinsten Verletzungen zu schlecht heilenden Wunden. Bei rund zwei Drittel der Betroffenen lässt sich die verengte Stelle per Katheter aufdehnen und bei Bedarf mit einem Stent stabilisieren. Ist das nicht möglich, kommt ein Bypass aus körpereigenem Material oder Kunststoff infrage. In allen Stadien gehören Medikamente zur Gefäßprotektion dazu, insbesondere Thrombozytenhemmer und Cholesterinsenker. Liegen erhöhter Blutdruck oder Diabetes vor, müssen auch diese gut eingestellt werden. Wichtig zudem: Bewegung, nicht rauchen und Übergewicht abbauen.