Auch E-Zigaretten schaden dem Herzen

von Redaktion

Prof. Thomas Münzel Johannes-Gutenberg-Universität Mainz © Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)

Viele gehen davon aus, dass E-Zigaretten, Nikotinbeutel oder Shishas eine „gesündere“ Alternative zur klassischen Zigarette seien. Doch diese Annahme ist in Bezug auf die Herzgesundheit ein Irrglaube. Zwar entsteht bei E-Zigaretten weniger Rauch durch Verbrennung, weil Nikotin dort über einen eingeatmeten Dampf in den Körper gelangt. Aber auch bei der Inhalation des Dampfs kommt es zu einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems und damit zu Blutdruckanstieg, Gefäßverengung und einer Beeinträchtigung der Gefäßinnenwände. Nikotin treibt die Herzfrequenz in die Höhe und beschleunigt die Verkalkung der Arterien. Auch hinter dem Wasserpfeifen-Rauch steckt ein kardiovaskuläres Risiko: Bereits eine 45-minütige Session erzeugt so viel Rauch wie von rund 100 Zigaretten. Der Wasserpfeifen-Rauch enthält Kohlenmonoxid, tabakspezifische Nitrosamine, Schwermetalle und Acrolein in Konzentrationen, die über der von klassischen Zigaretten liegen können.

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