Auf dem Schiff „Hondius“ grassierte das tödliche Hantavirus. © U. Rodríguez
München – Vorläufige Entwarnung in der München Klinik Schwabing: Dem dort isolierten Kreuzfahrtpassagier, der möglicherweise mit dem Hantavirus in Kontakt gekommen ist, geht es weiterhin gut. Er zeige „keine Hinweise auf eine aktive Hantavirusinfektion“ und sei in einer stabilen klinischen Verfassung, berichtet das bayerische Landesgesundheitsamt aktuell.
Gut einen Monat nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält sich die Zahl nachweislich Infizierter weiter in engen Grenzen. Alle Verdachts- und bestätigten Fälle sind nach WHO-Angaben isoliert. Damit sei das Risiko weiterer Übertragungen auf ein Minimum reduziert, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Derzeit sind elf Fälle im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ erfasst. Darunter sind drei Todesfälle. Für neun Personen gibt es positive Labornachweise.
„Alle elf Fälle traten bei Passagieren oder Besatzungsmitgliedern des Schiffes auf“, teilte der WHO-Chef weiter mit. Wegen der langen Zeitspanne von einer Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit von bis zu sechs Wochen schließen Experten allerdings nicht aus, dass die Fallzahl noch etwas weiter steigen könnte. Die WHO empfehle eine Überwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni, sagte Ghebreyesus. Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren demnach auf der „Hondius“.DPA/AFP