Grillunfälle: Finger weg vom Spiritus

von Redaktion

Spiritus führt oft zu Grillunfällen. © Paulinchen

München – Jedes Jahr müssen tausende Kinder und Jugendliche in der Notaufnahme behandelt werden, weil sie durch Verbrennungen oder Verbrühungen verletzt wurden. Oft sind Grillunfälle die Ursache, vor allem durch den Einsatz flüssiger Brandbeschleuniger. Der Verein „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder“ weist darauf hin, dass Grillunfälle zu 100 Prozent vermeidbar sind. Das Problem bei Spiritus ist nicht nur die Flüssigkeit selbst, sondern die Gaswolke, die sich beim Ausgießen bildet. Sobald eine Zündquelle die Gaswolke erreicht, kommt es zu einer explosionsartigen Verpuffung. Die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) unterstützt den Appell von Paulinchen e.V.: „Auf flüssige Brandbeschleuniger sollte verzichtet werden“, erklärt der DGV-Präsident Professor Paul Christian Fuchs: „Der Griff zum falschen Anzünder führt oft zu monatelangen, teils jahrelangen Behandlungen und lebenslangen Narben – das erleben wir immer noch zu oft im klinischen Alltag. Und den Schaden hat oft nicht der Anwender, sondern der gegenüberstehende Mensch.“

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