Solveig Haw DKV-Gesundheitsexpertin
In ihrer Gefährlichkeit wird eine Thrombose oft unterschätzt: Dabei bildet sich meist in den tiefen Beinvenen ein Blutgerinnsel. Das kann die Gefäße schädigen oder, wenn es sich löst, eine lebensbedrohliche Lungenembolie auslösen. Als Risikofaktoren gelten Bewegungsmangel, höheres Alter, Übergewicht, Rauchen, erbliche Gerinnungsstörungen, eine überstandene Thrombose oder Hormontherapien wie die Pille. Derbeste Schutz vor Thrombosen ist körperliche Aktivität. Das können Spaziergänge oder Übungen wie Fußwippen sein, außerdem bei längeren Phasen ohne Bewegung das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Bei Symptomen wie Schwellungen, einer rot-violetten Hautverfärbung oder einem Spannungsgefühl in der Wade sollte man zügig einen Arzt aufsuchen. Und plötzliche Atemnot oder stechende Brustschmerzen, die sich beim Atmen verschärfen, können ein Warnsignal dafür sein, dass ein Blutgerinnsel in die Lunge wandert. Dann muss sofort der Notarzt gerufen werden.