Bei Fleisch aufs Verbrauchsdatum achten. © smarterpix
Berlin – Bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Geflügel, Fisch und Fleisch entscheidet die Kennzeichnung über Sicherheit und Genuss. Aber reicht das aus, um Gesundheitsprobleme zu vermeiden? Das erklärt Prof. Lüppo Ellerbroek.
„Bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert der Hersteller die einwandfreie Beschaffenheit des Nahrungsmittels. Meistens kann das Lebensmittel auch noch über dieses Datum hinaus verzehrt werden“, sagt der renommierte Lebensmittelmikrobiologe und ehemalige Direktor am Bundesinstitut für Risikobewertung. „Im Gegensatz dazu besagt ein Verbrauchsdatum, dass das Lebensmittel nach Ablauf dieses Datums nicht mehr verkauft werden darf. Es sollte danach nicht mehr verzehrt werden, da ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen ist.“ Deshalb tragen die Lebensmittel, die sehr leicht verderblich sind, wie Hackfleisch und frisches gekühltes Geflügel, ein Verbrauchsdatum. „Wichtig ist, die Lebensmittel kühl zu lagern“, so Prof. Ellerbroek. „In geschlossenen Gefäßen oder durch Folie abdecken.“ Rohes Fleisch, Geflügel, Fisch und Meerestieresollte man bereits beim Einkauf von anderen Lebensmitteln trennen und auf dichte Verpackungen achten. „Der Verbrauch sollte zügig nach Einkauf und vor Ablauf der angegebenen Mindesthaltbarkeit erfolgen.“ Reste aus geöffneten Konserven sollte man bald verbrauchen. Beim Kochen rät der Experte, Temperaturfehler zu vermeiden. „Denn sie ermöglichen das Überleben und die Vermehrung von Krankheitserregern in Lebensmitteln.“ Für die Zubereitung von empfindlichen Dingen wie Hackfleisch, Geflügel, Eiern und Rohmilch sollten Sie eine Erhitzung auf über 70°C sicherstellen. „Vollständiges Erhitzen von Speisen auf 70 bis 100°C tötet die meisten Erreger ab.“MW