Frühe Hilfe gegen Knochenbrüche

von Redaktion

Prof. Heide Siggelkow Internistin, Endokrinologin, Osteologin Endokrinologikum Göttingen

Die Osteoporose betrifft das Skelett. Die Masse und Struktur der Knochen nehmen so stark ab, dass sie porös werden und schneller brechen. Viele Patientinnen erfahren erst nach einem Bruch, dass ihre Knochen geschwächt sind. Der Grund: Das Hormon Östrogen hält die Knochen stabil, indem es den Abbau bremst und hilft, neue Knochensubstanz aufzubauen. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, verschiebt sich das Gleichgewicht, der Abbau überwiegt. Dann verlieren Frauen in kurzer Zeit messbar Knochenmasse. Der Prozess verläuft ohne Beschwerden. Eine Knochendichtemessung zeigt früh, ob die Masse abnimmt. Eine Hormonersatztherapie kann nach individueller ärztlicher Abwägung das Frakturrisiko reduzieren. Außerdem unterstützt eine Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D die Knochen. Ferner regt regelmäßiges Kraft- und Belastungstraining den Knochenaufbau an. Rauchen und hoher Alkoholkonsum schwächen dagegen die Knochenstabilität.

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