Bettwanzen sind Überlebenskünstler. © Sina Schuldt/dpa
München – Sie verstecken sich in Ritzen und Matratzen und kommen meist erst in der Nacht heraus: Bettwanzen. Seit einigen Jahren sind sie weltweit wieder auf dem Vormarsch. Vor allem da, wo Betten von wechselnden Gästen benutzt werden, wie in Hotels, Jugendherbergen oder Hütten, breiten sie sich aus. Die Wanze wandert mit dem Gast mit – in das nächste Quartier.
Laut Deutschem Alpenverein (DAV) sind jährlich etwa 15 bis 20 der DAV-Hütten von Bettwanzen betroffen. Die Tendenz sei steigend, erläuterte der Bergsportverein, dessen Sektionen rund 325 Hütten mit etwa 20.000 Übernachtungsmöglichkeiten betreiben. Mit einfachen Maßnahmen könnten Gäste helfen, eine Verbreitung zu vermeiden. Dazu zählten die gründliche Gepäckkontrolle vor und nach der Tour sowie verschließbare Beutel für Rucksack und Gepäck. Hüttenschlafsack und Kleidung sollten bei mindestens 40 oder besser 60 Grad im längsten Waschprogramm mit viel Waschmittel gewaschen werden. Bei nicht waschbaren Gegenständen hilft eine dreitägige Tiefkühlkur bei minus 18 Grad oder eine Hitzebehandlung im Backofen bei mindestens 55 Grad. Doch all das ist auf einer Wanderung nicht möglich. Bettwanzen saugen Blut und ernähren sich davon. Meist juckt danach die Haut.