Wie das Leben im Vorgarten blüht

von Redaktion

Eine Honigbiene steuert einen Weißdorn an. © Adam/epd

Frankfurt a. M. – Der Vorgarten gilt als die Visitenkarte der Bewohner. Wer sich für mehr Artenvielfalt einsetzen will, kann bei der Auswahl der Pflanzen ein paar einfache Dinge beachten: Von der beliebten Lorbeerkirsche als Hecke im Vorgarten rät der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ab. Sie sei eine „hochgiftige ökologische Pest“. Sie breite sich invasiv aus, kritisiert auch Naturgärtnerin und Planerin Birgit Helbig von „Naturgarten e.V.“. Helbig denkt ungern zurück an frühere Heckenmoden: „Erst Fichten, dann Thujen, jetzt Lorbeerkirsche.“ Helbig plädiert stattdessen für Kornelkirschen oder heimische Arten wie Weißdorn, Berberitze oder Pfaffenhütchen als insektenfreundliche Alternativen.

Um bedrohten, spezialisierten Insekten zu helfen, müssen laut Helbig weitere Pflanzen her: Glockenblumen jeder Art für die Kleine Glockenblumen-Scherenbiene oder der Wiesenknopf auf feuchtem Grund für den gefährdeten Wiesenknopf-Ameisenbläuling, am besten kombiniert mit Teufelsabbiss. Helbig rät mit Blick auf Wildbienen: „50 Prozent der Wildbienen sind spezialisiert. Denen hilft ein Präriegarten gar nicht. Die Pflanzen sollten heimisch sein.“

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