Bei Diabetes: Nicht barfuß gehen, raten Experten. © dpa
Berlin – Im Freibad, am Strand, im Garten: Im Sommer laufen wir gerne barfuß. Doch wer an Diabetes mellitus erkrankt ist, sollte davon absehen, so die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). Die Gefahren: Zum einen entwickelt die Hälfte der Betroffenen eine diabetische Neuropathie. Heißt, Schmerzen an den Füßen nehmen sie nur vermindert oder gar nicht mehr wahr und reagieren zu spät auf Verletzungen.
Zum anderen besteht ein höheres Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, das ist eine Durchblutungsstörung. Prof. Farzin Adili von der DGG: „Treffen Nervenschädigung und Durchblutungsstörung aufeinander, kann sich am Fuß aus einer kleinen Verletzung eine chronische Wunde entwickeln, ein Ulkus.“ Die Komplikation, auch diabetischer Fuß genannt, kann lebensbedrohlich sein: 30 Prozent der Betroffenen mit einem diabetischen Fußulkus sterben innerhalb von fünf Jahren.
Prof. Adili rät Diabetikern daher: „Geeignetes Schuhwerk mit fester Sohle und genügend Platz, aus weichem Material und ohne Innennähte schützt ausreichend vor mechanischen Verletzungen, Fremdkörpern und Hitzeschäden.“