Intensität des Trainings überdenken

von Redaktion

Dr. Imke Mebes Fachärztin für Gynäkologie Endokrinologikum Kiel © Foto: Amedes

Sportliche Aktivität und intensives Training sind grundsätzlich zu begrüßen. Wenn aber bei zuvor regelmäßigen Zyklen nach drei Monaten, bei unregelmäßigen Zyklen nach sechs Monaten die Periode ausbleibt, kann das daran liegen, dass der Energieverbrauch dauerhaft höher ist als die Energieaufnahme. Das gilt auch für ambitionierte Freizeitsportlerinnen. Der Körper hat dann an Funktionen gespart, die er nicht als lebensnotwendig einstuft, dazu gehört auch der Zyklus. In der Folge reifen Eizellen nicht mehr heran, die Periode bleibt aus. Damit sinkt auch der Östrogenspiegel. Das Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose wird höher, denn dieses Hormon spielt eine zentrale Rolle für den Knochenstoffwechsel. Bleibt die Periode länger als drei Monate aus, sollten Frauen zum Arzt gehen. Sie müssen ausreichend Kalorien zu sich nehmen, um das Energiedefizit auszugleichen. Und es ist ratsam, die Intensität des Trainings zu überdenken, vielleicht auch einmal Regenerationstage einzuplanen.

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