Hautkrebsrisiko ist bei Freiluftjobs hoch

von Redaktion

Priv.-Doz. Dr. Susanne Dugas-Breit Dermatologin Universitätsklinikum Heidelberg

In Deutschland arbeiten ungefähr 5,5 Millionen Menschen überwiegend im Freien. Bei Beschäftigten mit diesen Tätigkeiten – etwa auf dem Bau, in der Landwirtschaft oder im Gartenbau – trat laut einer Studie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mehr als doppelt so häufig schwarzer Hautkrebs im Gesicht auf wie bei Personen, die überwiegend in Innenräumen arbeiten. Nur fünf Prozent der im Freien tätigen Personen gaben bei einer Umfrage an, regelmäßig Sonnenschutz zu verwenden. Und je länger Menschen im Laufe ihres Berufslebens der Sonne ausgesetzt waren, desto höher war ihr Risiko. Konkrete Gegenmaßnahmen sind das Beschatten des Arbeitsplatzes mit Sonnensegeln, wenn möglich, textiler Schutz wie das Tragen von Kopfbedeckungen mit breiter Krempe und langärmeliger Kleidung sowie die Anwendung von Sonnenschutzpräparaten mit hohem Lichtschutzfaktor. Ziel ist es, Hautkrebs vorzubeugen und so die Zahl der Erkrankungen langfristig zu senken.

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