Zu viel Fruchtzucker schadet der Niere

von Redaktion

Softdrinks und Säfte nur in Maßen genießen. © Smarterpix

Berlin – Viel zu trinken ist wichtig bei heißem Sommerwetter – aber mit Fruchtsäften tut man seinen Nieren keinen Gefallen. Übermäßiger Konsum von Fruktose kann die Nieren nachhaltig schädigen und das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit erhöhen.

Dass Fruchtzucker als „gesünderer Zucker“ gilt, sei ein gefährlicher Irrtum, warnt Prof. Sylvia Stracke, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Besonders problematisch sei industriell zugesetzte Fruktose – etwa in Erfrischungsgetränken, Fruchtsäften und Fertigprodukten, häufig als Fruktose-Glukose-Sirup oder Maissirup.

Die Expertin erklärt: „Fruktose wird unabhängig von Insulin überwiegend in der Leber, aber auch in der Niere verstoffwechselt.“ Dies unterscheidet sich grundlegend vom Zuckerstoffwechsel mit Glukose, der in fast allen Körperzellen zur Energiegewinnung stattfindet und durch Insulin gesteuert wird.

Ein hoher Fruktosekonsum begünstigt Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz, eine Hauptursache für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Zudem können hohe Fruktosemengen den Harnsäurespiegel erhöhen. „Erhöhte Harnsäure steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck, Gicht, Nierensteinen und Entzündungsprozessen in der Niere“, so die Nephrologin. Fruktose fördert zudem Fettbildung und Entzündungen, was die feinen Blutgefäße der Nieren schädigen kann.SVS

Artikel 7 von 7