Schaufensterkrankheit: Das sind die Hintergründe

von Redaktion

Großer Risikofaktor: das Rauchen. © Foto: dpa

Ihren Namen verdankt die Schaufensterkrankheit einem typischen Symptom: Viele Betroffene müssen beim Gehen immer wieder stehen bleiben – für Außenstehende sieht es aus, als würden sie Schaufenster betrachten.

Die häufigste Ursache ist Arteriosklerose, also Arterienverkalkung. Dabei lagern sich Fette, Cholesterin, Kalk und Blutbestandteile in den Gefäßwänden ab. Besonders gefährdet sind ältere Menschen. „Insbesondere ab dem 65. Lebensjahr steigt die Anzahl der Erkrankten zunehmend an“, sagt Prof. Branzan, Chefin der Gefäßchirurgie im TUM Klinikum. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Ein besonders großer Risikofaktor ist das Rauchen. Auch Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte und genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen.

Die Diagnose der Schaufensterkrankheit erfolgt zunächst durch eine körperliche Untersuchung. Wichtige Hinweise liefern außerdem Ultraschalluntersuchungen sowie der sogenannte Knöchel-Arm-Index, bei dem der Blutdruck an Armen und Beinen verglichen wird. Ergänzend können Gefäßdarstellungen mittels Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) eingesetzt werden.

Die Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Im frühen Verlauf stehen Lebensstiländerungen, Gehtraining und Medikamente im Vordergrund. Bei stärkeren Verengungen können Gefäße mit einem Ballon erweitert und durch einen Stent stabilisiert werden. In schweren Fällen kommen gefäßchirurgische Eingriffe oder Bypass-Operationen infrage. Im Kampf gegen ihre Erkrankung können die Patienten selbst viel tun. „Sie müssen das Rauchen aufgeben“, betont Branzan. Wichtig sind außerdem Bewegung, gesunde Ernährung sowie die konsequente Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder auch erhöhten LDL-Cholesterinwerten.SUSANNE HÖPPNER

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