Gibt Tipps zur Abwehr: Silke Göttler. © Biogents
Kohlenstoffdioxid-Fallen locken Mücken an und verringern so den Stechdruck auf Menschen. © Biogents
Regensburg/Müncheberg – Es sind die Weibchen, die zustechen, angelockt vom Kohlenstoffdioxid in der Atemluft eines Menschen und seinem individuellen Körpergeruch, der genetisch bedingt ist. Der Mensch ist den fliegenden Mini-Vampiren jedoch nicht hilflos ausgeliefert: Zuverlässigen Schutz bildet Kleidung, die die Haut bedeckt. Natürliche Duftstoffe wie Lavendel, Citronella oder Pfefferminzöl wirken nicht immer. Zuverlässiger helfen Sprays (Repellents) mit den chemischen Inhaltsstoffen DEET (für kleine Kinder und Schwangere nicht geeignet) und Icaridin oder dem natürlichen Wirkstoff PMD (Zitronen-Eukalyptusöl). Ziel ist, den natürlichen Hautgeruch zu überdecken. Die Sprays müssen allerdings lückenlos aufgetragen werden, die Mücke riecht jedes noch so kleine Schlupfloch.
Sinnvoll ist, das Mückenaufkommen von vornherein zu verringern: Jeder könne laut Doreen Werner vom Mückenatlas Deutschland einfache Schutzmaßnahmen umsetzen: Regentonnen sollten mit einer Gaze – einem engmaschigen Netz – abgedeckt werden, damit Mücken dort keine Eier legen bzw. eventuell geschlüpfte Blutsauger nicht losfliegen können. Es wird empfohlen, das Wasser von Vogeltränken täglich auszutauschen. Leere Blumenvasen auf Friedhöfen sollten umgekehrt abgestellt werden, damit sich kein Regenwasser sammeln kann.
Zur Abwehr von Tigermücken sagt Dr. Silke Göttler vom Regensburger Unternehmen Biogents: „Da muss die ganze Nachbarschaft zusammenarbeiten. Nur als Team kann man diese Mücken bekämpfen.“ Selbst kleinste Wasserreste müssen ausgegossen werden. Der Stechdruck kann z. B. auch mit CO2-Mückenfallen effektiv reduziert werden. Damit der Sommer im Garten nicht nur für Mücken, sondern auch für Menschen zum Vergnügen wird.SUS