Donau: Über 500 Fälle von Stör-Wilderei

von Redaktion

Wien – Störe werden laut der Umweltschutzorganisation WWF in der Unteren Donau häufig Opfer von Wildtierkriminalität. Im zehnjährigen Untersuchungszeitraum dokumentierte eine WWF-Studie 509 Fälle von Wilderei, bei denen mindestens 3366 Tiere getötet wurden. Die Fälle ereigneten sich demnach in Rumänien, Bulgarien und der Ukraine.

Die Ergebnisse seien lediglich als „Spitze des Eisbergs“ zu betrachten, erklärte Studienautorin Jutta Jahrl vom WWF Österreich, die Dunkelziffer liege höher. Störe gelten demnach als „weltweit am stärksten gefährdete Tiergruppe“. Der WWF warnt vor einem Kollaps der fragilen Populationen. Im Analysezeitraum ab 2016 wurden rund sechseinhalb Tonnen Störfleisch und 263 Kilogramm Kaviar beschlagnahmt. In Bulgarien wurden verbotene Hakenleinen mit einer Gesamtlänge von 45 Kilometern und rund 54.000 Haken gefunden.

Artikel 1 von 11