Mittelmeerküche gegen Parkinson

von Redaktion

Prof. Lars Timmermann Marburg, Deutsche Gesellschaft für Neurologie © Foto: DGN/Christian Festag

Die Zahl der Menschen, die an Parkinson erkranken, steigt schneller, als es der demografische Wandel allein erklären kann. Studien deuten darauf hin, dass fehlgefaltetes Alpha-Synuclein, ein zentrales Protein bei Parkinson, im Darm entsteht und sich über den Vagusnerv ins Gehirn ausbreitet. Veränderungen des Darmmikrobioms sowie chronische Verstopfung gelten zudem als mögliche Frühzeichen, oft lange vor dem Auftreten motorischer Symptome. Eine Ernährung mit vielen gesättigten Fettsäuren und Zucker – etwa in Fast Food oder Softdrinks – begünstigt Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine mediterrane Ernährung mit einem geringeren Risiko für Parkinson sowie einer niedrigeren Symptomlast bei Erkrankten einhergeht. Sie basiert auf viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Olivenöl und Fisch, während Fleisch sowie stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel nur selten auf dem Speiseplan stehen.

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